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Das Einmaleins der Wundversorgung: Wunden mit der Hausapotheke richtig versorgen

Foto: Jörg F. Müller/ DRK

Das Einmaleins der Wundversorgung: Wunden mit der Hausapotheke richtig versorgen

Autsch! Es ist schnell passiert: Kleine Schrammen, Kratzer oder Schnitte – diese Verletzungen sind bei Kindern besonders häufig. Dabei wird die Schutzfunktion der Haut nach außen aufgehoben und Keime und Erreger können ungehindert eindringen. Es ist deshalb sinnvoll, Wunden mit geeignetem Material zu versorgen. Zum Glück muss die Wundversorgung in den meisten Fällen nicht kompliziert sein. Erfahre hier, wie kleine Wunden mit der Hausapotheke richtig versorgt werden.

So geht’s! Die Versorgung von kleinen Wunden

Schritt 1: Reinigung der Wunde

Bei der Versorgung von Wunden sollte darauf geachtet werden, dass sich Ersthelfende selbst schützen und Einmalhandschuhe tragen. Das gilt vor allem bei blutenden Wunden und Verletzungen an unbekannten Personen. So wird zudem die zusätzliche Verunreinigung der Wunde durch die Berührung mit den Händen vermieden. Grob verschmutzte Wunden oder Bisswunden können mit (fließendem) Leitungswasser gereinigt werden. Sollten Fremdkörper wie z.B. Glassplitter oder Rollsplitt in der Wunde stecken, werden diese nur umpolstert und erst vom medizinischen Fachpersonal entfernt.

Schritt 2: Der richtige Schutz für Wunden

Schon kleinste Verletzungen der Haut dienen Keimen und Erregern als Eintrittspforte in den Körper. Eine offene Wunde ist damit anfällig für äußere Einflüsse, die zu Infektionen, Schwellungen oder anderen Komplikationen führen können. Die Wundheilung sollte deshalb so reibungslos wie möglich gestaltet werden. Der richtige Schutz von Wunden ist für einen ungestörten Heilungsprozess besonders wichtig. Wunden werden dazu mit einer ausreichend großen keimfreien Wundauflage bedeckt, die fixiert werden kann. Wichtig ist, dass der Verband fest anliegt und gleichzeitig die Beweglichkeit und Durchblutung nicht einschränkt.

Für kleinere Verletzung mit geringer Blutung empfiehlt sich ein Pflaster. Das schützt Wunden und Schrammen nicht nur zuverlässig vor Schmutz und Bakterien. Fröhliche Motive sorgen auch dafür, dass der Schreck bald vergessen ist und Tränen trocknen. „Kinderpflaster sind besonders hautfreundlich und sanft bzw. schmerzfrei zu entfernen“, betont die Gesundheitsexpertin Dr. Maike Kuhlmann, Leiterin des Bereichs Medical & Clinical Affairs bei Hansaplast.

Für ein beruhigtes Gefühl: Die Hausapotheke

Kommt es zu kleinen Unfällen, bei denen Eltern Ersthelfende sind, ist es am besten, in puncto Erste Hilfe eine Grundausrüstung daheim zu haben. „Der Erste-Hilfe-Schrank bei uns zuhause sollte niemals unvollständig oder gar leer sein“, sagt die Hansaplast-Expertin. „Eine gute Hausapotheke kann im Notfall helfen, die Gesundheit unserer Familie zu gewährleisten, weshalb ein regelmäßiger Check wichtig ist.“ Die Hausapotheke sollte für Kinder unzugänglich sein.

Das DRK empfiehlt als Grundausstattung für die Hausapotheke den Inhalt eines KFZ- Verbandkastens. Darin sind beispielsweise verschiedenes Verbandsmaterial, Einmalhandschuhe und eine Rettungsdecke enthalten. Die Hausapotheke sollte auch folgende Gegenstände beinhalten:

  • 2 Kälte-Sofortkompressen zum Kühlen

  • 2 elastische Binden zur Versorgung von Zerrungen und Verstauchungen

  • ein digitales Fieberthermometer

  • eine Pinzette

  • eine Zeckenkarte oder Zeckenzange

  • Pflaster in verschiedenen Größen und für verschiedene Bedürfnisse, z. B. wasserfest, flexibel, sensitiv, Kinderpflaster etc.

Auch Medikamente gehören nach persönlichem Bedarf und Rücksprache mit der*dem Ärzt*in in die Hausapotheke. Das können zum Beispiel Mittel gegen Fieber, Schmerzen, Durchfall, Übelkeit/ Erbrechen und Erkältung sein.

Eine Empfehlung aus Überzeugung: Viele der Produkte für die hauseigene Apotheke finden sich auch hier bei unserem Kooperationspartner Hansaplast. Die Pflastermarke steht seit 100 Jahren für Kompetenz in Sachen Wundversorgung und bringt weiteres Expertenwissen mit auf den DRK Elterncampus.

Praktisch: Das Erste-Hilfe-Kit für unterwegs

Doch kleine Unfälle passieren nicht nur zuhause, sondern auch unterwegs – eine gute Erste-Hilfe-Ausstattung ist dort ebenso wichtig. „Deshalb sollten wir den klassischen „Verbandskasten“ fürs Auto oder das Notfall-Set für unterwegs genauso regelmäßig auf Vollständigkeit prüfen wie die Hausapotheke“, betont die Hansaplast-Expertin. „Gerade wenn wir mit unserer Familie Sport treiben oder Ausflüge machen, ist eine mobile Auswahl an Produkten sinnvoll, denn beim Workout, Bergsteigen oder anderen Outdoor-Aktivitäten kann leicht etwas passieren.“

Wenn die Hausapotheke an ihre Grenzen kommt: Wann muss ich mit meinem Kind zum Arzt?

Grundsätzlich gibt es einige Hinweise darauf, wann ärztliche Hilfe zur Wundversorgung bei Kindern
notwendig ist:

  • Bei großen oder tiefen Wunden.

  • Bei andauernder Blutung.

  • Wenn Infektionszeichen vorhanden sind (Rötung, Schwellung, Eiter, Überwärmung, Schmerzen, Fieber).

  • Es handelt sich um eine Bisswunde.

  • Es befinden sich Fremdkörper in der Wunde.

  • Es besteht kein Tetanusschutz oder Sie sind sich darüber unsicher.

  • Wenn eine Wunde nur sehr langsam oder nicht abheilt.

  • Bei Wunden im Gesicht, in Gelenknähe, am Damm oder im Bereich der Geschlechtsteile.

  • Wenn Sie unsicher sind, was zu tun ist oder um welche Art der Verletzung es sich handelt.

  • Ein Arzt kann bei Kindern Wunddesinfektion und -versorgung übernehmen und zusätzlich Medikamente und Schmerzmittel verordnen. Außerdem ist es hilfreich, sich von einem Arzt über weitere notwendige Maßnahmen informieren zu lassen und Empfehlungen zum Verhalten bis zur vollständigen Heilung zu erfragen.

  • Tipp: Notieren Sie sich wichtige Telefonnummern und Informationen und tragen Sie diese für den Notfall immer bei sich.

 

Möglichst keine oder nur kleinste Unfälle wünscht euch das DRK-Elterncampus-Team.

Vielen Dank den Expert*innen für die Interviews.

Praktisch im Alltag/zum Weiterlesen

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