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Hand-Fuß-Mund-Kinderkrankheit: Symptome, Verlauf und hilfreiche Tipps

Text: DRK Elterncampus Foto: Canva

Hand-Fuß-Mund-Kinderkrankheit: Symptome, Verlauf und hilfreiche Tipps

Die Hand-Fuß-Mund-Kinderkrankheit ist eine häufige Infektion, die gerade bei kleinen Kindern immer wieder für Unsicherheiten sorgt. Du möchtest wissen, wie du dein Kind schützen und erste Anzeichen richtig erkennen kannst? In diesem Artikel bekommst du alle wichtigen Informationen rund um Symptome, Verlauf und hilfreiche Tipps zur Behandlung. So bist du bestens vorbereitet und kannst deinem Kind mit Ruhe und Sicherheit begegnen.

Was ist die Hand-Fuß-Mund-Kinderkrankheit?

 Die Hand-Fuß-Mund-Kinderkrankheit wird durch bestimmte Viren ausgelöst, meist Enteroviren, und ist vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern verbreitet. Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch direkten Kontakt mit Speichel, Nasensekret, Stuhl oder Bläschenflüssigkeit infizierter Kinder.

Typische Symptome der Hand-Fuß-Mund-Krankheit bei Kindern

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit zeigt sich bei Kindern meist durch eine Kombination aus charakteristischen Symptomen, die du frühzeitig erkennen kannst.

Erste Anzeichen:

  • Fieber

  • Allgemeines Unwohlsein

  • Schlappheit und Müdigkeit

  • Appetitlosigkeit

Typische Symptome im Verlauf:

  • Kleine, schmerzhafte Bläschen oder rote Flecken

  • Auftreten an Händen, Füßen und im Mundraum (Zunge, Zahnfleisch, Wangeninnenseiten)

  • Essen und Trinken kann durch Schmerzen erschwert sein

Weitere mögliche Anzeichen:

  • Leichter Hautausschlag an Armen oder am Po

Wichtig ist, dass du Ruhe bewahrst: Die Krankheit verläuft in der Regel harmlos und heilt innerhalb von sieben bis zehn Tagen von selbst aus. Wenn du dir unsicher bist oder die Symptome ungewöhnlich stark sind, ist es immer sinnvoll, eine Kinderärztin oder einen Kinderarzt zu konsultieren.

Wie sich die Krankheit überträgt und wie Du Dein Kind schützen kannst

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit wird hauptsächlich durch den direkten Kontakt mit Speichel, Nasensekret, Stuhl oder Bläschenflüssigkeit von infizierten Kindern übertragen. Besonders in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindertagesstätten breitet sich das Virus schnell aus. Achte deshalb darauf, dass Dein Kind und auch Du regelmäßig die Hände gründlich mit Seife wascht – besonders nach dem Windelwechsel, vor dem Essen und nach dem Toilettengang. Vermeide engen Kontakt zu erkrankten Kindern und halte gemeinsam genutzte Spielsachen sauber. Eine sichere Schlafumgebung und eine gute Hygiene im Alltag reduzieren das Ansteckungsrisiko deutlich. Sollte Dein Kind Symptome zeigen, ist es wichtig, es vorerst zu Hause zu betreuen, um andere Kinder nicht anzustecken.

Hausmittel und bewährte Tipps zur Linderung der Beschwerden

Wenn Dein Kind an der Hand-Fuß-Mund-Krankheit leidet, möchtest Du vor allem eines: die Beschwerden so gut wie möglich lindern. Glücklicherweise gibt es einige Hausmittel und bewährte Tipps, die Deinem Kind helfen können, sich wohler zu fühlen. Wichtig ist es, für ausreichend Flüssigkeitszufuhr zu sorgen, da Fieber und Schluckbeschwerden schnell zu Dehydration führen können. Warme Getränke wie Kamillentee oder lauwarmes Wasser sind ideal. Bei schmerzhaften Mundgeschwüren kann das Spülen mit einer milden Salzwasserlösung beruhigend wirken. Auch kühle Speisen wie Joghurt oder Apfelmus erleichtern das Essen und schonen die gereizte Mundschleimhaut. Achte darauf, dass Dein Kind keine scharfen oder sauren Lebensmittel zu sich nimmt, da diese die Beschwerden verschlimmern können. Schaffe eine ruhige Umgebung und sorge für ausreichend Ruhepausen, damit das Immunsystem Deines Kindes optimal arbeiten kann.

Wann du unbedingt mit deinem Kind zum/zur Arzt/Ärztin solltest

Die Hand-Fuß-Mund-Kinderkrankheit verläuft meist mild, trotzdem ist es wichtig, aufmerksam zu sein. Suche unbedingt ärztliche Hilfe, wenn dein Kind plötzlich hohes Fieber über 39 Grad bekommt, das länger als zwei Tage anhält. Auch starke Schmerzen im Hals oder bei der Nahrungsaufnahme sind ein Warnsignal. Wenn sich die Hautveränderungen ausbreiten oder dein Kind ungewöhnlich schlapp und teilnahmslos wirkt, solltest du nicht zögern. Besonders bei Säuglingen und Kleinkindern ist Vorsicht geboten, da sie schneller dehydrieren können. Achte deshalb darauf, ob dein Kind ausreichend trinkt und ob es Anzeichen von Austrocknung zeigt, wie trockene Lippen oder verminderte Urinmenge. Im Fall von Atembeschwerden ist sofortige ärztliche Betreuung notwendig, bei Krampfanfällen die 112 zu wählen. Vertraue auf dein Gefühl und zögere nicht, bei Unsicherheiten den Kinderarzt oder die Kinderärztin zu kontaktieren. So unterstützt du die beste Versorgung deines Kindes und förderst seine schnelle Genesung.

Wichtige Maßnahmen zur Vermeidung von Ansteckungen im Familienalltag

Die Hand-Fuß-Mund-Kinderkrankheit verbreitet sich vor allem durch direkten Kontakt und Tröpfcheninfektion, was im Familienalltag schnell passieren kann. Du kannst viel tun, um die Ansteckungsgefahr für dein Kind und alle Familienmitglieder zu reduzieren. Achte darauf, dass alle regelmäßig und gründlich die Hände gewaschen werden – besonders nach dem Windelwechsel, vor dem Essen und nach dem Toilettengang. Nutze hierfür warmes Wasser und Seife, denn das ist der effektivste Schutz gegen Viren. Vermeide es, gemeinsam benutzte Gegenstände wie Trinkbecher oder Besteck ohne vorherige Reinigung zu teilen. Auch das regelmäßige Lüften der Wohnräume sorgt für frische Luft und reduziert die Anzahl der Krankheitserreger in der Luft. Wenn dein Kind Symptome zeigt, halte den Kontakt zu anderen Kindern möglichst gering und informiere dich über die empfohlenen Quarantänezeiten. Mit diesen einfachen, aber wirkungsvollen Maßnahmen stärkst du deine Elternkompetenz und schützt deine Familie vor der weiteren Verbreitung der Hand-Fuß-Mund-Kinderkrankheit – so meisterst du den Alltag sicherer und entspannter.

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